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Aus:
Plastic Bomb, August 2006

SANITYS DAWN - Tour Tagebuch, by Topsy
Unholy Grave, Yacöpsae, Sanitys Dawn & Magrudergrind
Band: U.G. Yac.
S.D. Magr.
Voice: Tak Stoffel Topsy
Avi
Guitar: Tee Stoffel Michael
Mo
Bass: Yasu Frank
Prändy -
Drums: Kaz Emu
Holm Chris
1. Day: 24.5.06
Anreise
Um 9:00 Uhr war Treffen am Flughafen Hannover. Alle waren noch
lustig drauf, es wurde rumgealbert und sich von den mitgekommenen
Eltern, bzw. Freundinnen verabschiedet.
Der Flug Hannover-Paris in einer kleinen City Hopper Maschine war
ein bisschen rumpelig und gleich die erste Feuertaufe für unseren
Youngster Michael, der laut Eigenaussage unter Flugangst leidet.
Aber Mamas Beruhigungstabletten wirkten und nach 1,5h waren wir in
Paris.
Erstmal haben wir uns im Flughafen voll verlaufen (was sonst?) aber
unseren Anschlussflug nach NY trotzdem noch pünktlich erreicht.
Der Flug war mit ca 8h ruhig und langweilig. Die Videospiele im
Sitzkino hatten es mir zwar angetan, aber der Rest der Band konnte
damit nix anfangen und gämmelte dosenbiertrinkenderweise nur so rum
(du Depp wolltest ja nicht mitsaufen sondern lieber wie son
Besessener auf solchen komischen Knöppen rumdrücken!!! Anm. Holm).
In NY schließlich mussten wir zur Greyhound Busstation, da ein Gig
im Big Apple ausgefallen war und wir gleich weiter zu Magrudergrind
nach Washington DC mussten.
Wir waren etwas unter Zeitdruck, wodurch wir dann auch gleich auf
nen Touristenfänger reingefallen sind! Ne Taxifahrt vom Flughafen
zum Bus 30min 180$!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber Bus noch erreicht…. Na toll!
Nach noch mal 4h50min im engen Bus (denkt einfach an Rainbowtours)
(denkt Plopsy eigentlich, dass jeder hier Rainbowtours kennt?????
Ich jedenfalls kannte sie nicht Anm. Holm), dann endlich mitten in
der Nacht in DC.
Avi angerufen wegen abholen, „Ja es kommt gleich einer“. Ich kannte
Magrudergrind schon vom Bloodshed Grindfest in Holland, also lagen
alle Augen auf mir (aber auch nur ausnahmsweise, Plopsy!!! Anm.
Holm): „Der Jung kennt die ja“.
Dann (nach ca. 1mio mal angebettelt werden und Taxi angeboten
bekommen) (wenn du dich auch als neureicher Touri verkleiden
musst... Anm. Holm) betrat ein Typ mit Godstomper-T-Shirt die
Station. Offensichtlich suchte er irgendwen, rannte aber immer
wieder an uns vorbei. Ich kannte ihn auch nich, aber wir wunderten
uns schon.
Als er nach 15 min schon fast wieder gehen wollte sprach Prändy ihn
an und HURRA, ja er suchte uns. Eric heißt der Mann, und er stellte
sich als Allroundtalent in Sachen Hilfeleistung, Schlafplätze
besorgen, Instrumente käufen, sich um hoffnungslos besoffene
Freundinnen kümmern, usw. raus.
Wir waren alle in „zivil“ gekleidet um die Aufmerksamkeit des Zolls
von uns abzulenken und er dachte wegen meines Green Bay Packers
Basecaps (das ist n Hut für Jugendliche ihr Hirnis!!! Das Problem
ist, dass Plopsy gern „denglisch“ faselt Anm. Holm), dass wir nur
Ami- Touries seien. Naja, nur halb falsch. Rein ins Auto, ab zu
Avi’s Haus! Ein alter Puff mit tausend kleinen Zimmern und einem
eigenen Geldautomaten (der tot im Garten lag). Jedes Zimmer wurde
jetzt von nem Punk, ner Cruste oder Ähnlichem zerwohnt und die Bude
sah schon sehr nach besetztem Haus (Haus? Müllhaufen! Anm. Micha)
aus. Die Jungs die da hausten (Avi, Shawn von Desease Called Man,
Eric: Torture Garden Picture Company, Mike und einen Falaffelbrater.
Sorry, Name vergessen) waren ausnahmslos sehr nett zu uns (was mich
äusserst stark verwunderte... Anm. Holm) und wir haben sie über die
Tage echt lieb gewonnen (Plopsys weibische Ausdrucksweise ist schon
wirklich herzzerreissend. ICH HAB NIEMANDEN LIEB GEWONNEN!!!!!
HARHARHAR. Anm. Holm).
Aber der Haken folgte auf dem Fuße: Pennplätze? „Haut euch hin wo
Platz is!“
Michael mit seinen schon fast 20 Jahren und mir bestens gepolstertem
Trunkenbold macht das zwar wenig aus, aber Prändy mit seinen 2,91 m
passt auf kein Sofa und Holm hatte kurz vor der Tour arge
Rückenprobleme. Wir hatten also schon die ganze Zeit Angst, dass es
„knirsch“ machen könnte und die Tour dadurch zwangsweise beendet
wäre. Also mussten gute Pennplätze mit mindestens einem Bett für den
zeitweise Bewegungsunfähigen her! Bei Avi haben wir uns noch so
beholfen, aber on Tour ging das Drama los…Dazu aber später!
2. Day: 25.5.06
Day off!
Liquor shop (das ist die einzige Institution in Amiland, in der man
ganz ordinäres Budweiser erwerben kann Anm. Holm) leergekauft,
Party, saufen, geiles Wetter, noch mehr Bier gekauft!
Nette Leute die Amis(zu 98% absolute Vollpfosten!!! Anm. Holm)! Aber
die Mall war schon etwas übertrieben groß (groß??? Da hätten
Flugzeuge starten und landen können! Anm. Holm).
3. Day: 26.5.06
Washington DC – Warehouse next Door w/ Deseaver, Deseased called
Man, Mag., SD, UG
Erstmal ein gepflegtes Bier zum Frühstück. Das Ami-Bier hat zwar
auch zwischen 4,9-5,9 Umdrehungen, schmeckt aber wie Wasser und
machte auch nich richtig voll (du Depp, dann musst du auch mal so
RICHTIG saufen!!! Anm. Holm). Nachmittags sind U.G. angekommen. Dann
ging’s los zum Laden. Wir sitzen in dem gemieteten 7 Sitze
Transporter, fahren gerade los, da dreht Avi sich um, runzelt die
Stirn und fragt die Japaner: „Hey, where is your fourth guy?“ Tee
-seines Zeichens Gitarrist von U.G.- fängt ebenso an die Stirn zu
runzeln, reißt die Augen auf als er versteht, springt wie von ner
Tarantel gebissen aus dem Van, rennt ins Haus und kommt wenig später
mit einem völlig relaxten Tak aus dem Haus, der sich grade noch die
Haare abtrocknete. Ich hab mich auf dem Boden gekringelt (ach wie
niedlich Anm. Holm) vor Lachen. Der Laden schließlich war richtig
nett! Die Bühne viel zu klein, aber der Laden war auch nich viel
größer…Sauber, gute Aufteilung! Ich konnte vom Merchstand (das ist
der Stand, von dem aus man seine T-Shirts, Platten und andern
Sperrmüll verkäuft. Plopsys denglisch halt... Anm. Holm) die Bühne
sehr gut sehen, was ich immer sehr genieße. Arbeit (Arbeit????? Du
weißt doch gar nicht wie man das schreibt, du Dauerpausenmacher!!!
Anm. Holm) und Vergnügen zusammen. Leider saufen die Amis
anscheinend nich so viel. Es gab nur 2 Biermarken pro Nase, was ich
für ne Frechheit halte (bei meiner Nase halte ich das erst recht für
ne Frechheit!!!! Anm. Holm). Danach mussten wir bezahlen, aber der
Barkeeper (er meint den Wirt, bzw. Gaststubenbetreiber Anm. Holm)
hat mir später noch einen ausgegeben, naja. Erste Band: 20min
aufbauen, 8min spielen, 20min abbauen: Was soll so was??? Die
Bassistin singt bei einem Stück, das klingt schon geil, aber wenn in
den Pausen einem ein Feedback das Trommelfell zerreisst (nich
einmal, IMMER!) hört der Spaß auch auf. Ein paar Tage später hab ich
Clint (Git/Gesang) noch kennen gelernt. Sehr netter Kerl, aber es
tut mir leid, das war Müll (das ist Geschmackssache! Bis auf das
Dauer-Feedback fand ich’s ganz originell. Anm. Holm). Desease Called
Man: Shawns Band. Einer meiner Liebsten (iiiiiiihhhhhh!!!! Plopsy
liebt Männer??? Du Sittenstrolch, du!!! Anm. Holm) aus Avis WG.
Shawn is auch ein cooler Frontmann: klare Ansagen, geht voll ab und
die Mucke reißt auch mit. Chris’ Freundin spielt Bass und das alles
Andere als schlecht. Daumen hoch! Magrudergrind: Avi reisst alles in
Stücke! Selten einen so geilen HC-Frontmann gesehen. Der springt wie
ein Gummiball, obwohl der Sänger nur 0,5 qm Platz auf der Bühne hat
(ich gebe zu bedenken, dass er körpermassentechnisch auch nur ein
Drittel von dir ist Anm. Holm). Mo und Chris spielen klar geradeaus
und die Geschwindigkeit is beachtlich. Sanitys Dawn: Es hat riesigen
Spaß gemacht! Der Laden war so voll, dass ich nicht von der Bühne
runter konnte und mich mit dem halben Quadratmeter begnügen musste.
Das Dystopia Cover „Backstabber“ brennt, alle brüllen den Text mit.
Das war für uns schon mal ein guter Auftakt. Hammergig!!! Unholy
Grave: Für mich das erste mal Live. Und natürlich eine Bank (was hat
der immer mit seiner Bank???? Klärt mich hier mal jemand auf??? Oder
ist das ronnenbergisch?????? Plopsy kommt nämlich aus nem Kaff
namens Ronnenberg… Anm. Holm). Die 4 wahnsinnigen Japaner machen
keine Gefangenen (scheint auch ronnenbergisch zu sein Anm. Holm).
Ohne große Pausen rotzen sie die Tracks nacheinander raus und
blasten alles weg. Tak sieht man den Spaß an und er ist ja auch ein
sehr routinierter Frontmann, der die Leute mitreißen kann. Die
Offenbahrung des Grabes: Ein mehr als würdiger Headliner, wir sind
stolz dabei sein zu dürfen! Nach dem Gig haben wir noch den
ehemaligen Gitarristen von den unvergessenen Enemy Soil kennen
gelernt, der unseren Gig augenscheinlich mächtig abfeierte. Das ist
in der Tat eine Ehre für uns. Nachdem wir sämtliche Alkoholreserven
geleert hatten, sind wir zurück in Avis Haus gefahren, mit
unzähligen uns bis dahin unbekannten Saufköpfen im Schlepptau. Dann
haben wir erst mal gebührend den gelungenen Tourauftakt gefeiert.
Als die Biervorräte abermals aufgebraucht waren, ging es zum Pennen
zu Nathaly, der Freundin von Eric (Torture Garden Pic Comp). Eric
machte so was wie den Tourmanager, er kümmerte sich um ALLES! Er
hatte für alle Bands Buttons und Aufkleber gemacht und ist die ganze
Zeit gefahren (Straight Edge hat auch so seine Nachteile). So musste
Eric 8 Leute in seinen PKW quetschen. Ich fette Sau lag natürlich
ganz oben, hähä. Hätte Prändy auch nur einmal gefurzt, wären wir
alle tot gewesen (hehe Anm. Prändy)….Eric hat es schon nicht leicht…
(wir auch nicht, Plopsy, wir auch nicht...Anm. Holm, Micha und
Prändy)
4.Day 27.5.06
Maryland Deathfest – Baltimore
Die Anreise war mal wieder vom Feinsten: 9 Leute in einem 7 Sitze
Bus. Die Fahrt dauerte leider nur ne halbe Stunde, hätte lustig
werden können auf Dauer. Beim Ankommen gabs erstmal seltsame Blicke
von dem riesigen schwarzen Bodybuilder Securitymann. Ich glaub der
hat so viele Metaller, Punks, HC- Kids und andersartig Wahnsinnige
noch nie auf einen Haufen gesehen, hahaha.
Schnell von Evan (oder war es doch Brian?) (nein, es war Ryan Anm.
Holm) die Backstage Pässe abgeholt und dann rein zum Gucken (zum
Gucken???? Zum Saufen!!!! Anm. Holm). Der Laden is cool aufgeteilt
und es war auch schon ganz schön was los. Seltsam, im Chillout Room
(was n dat scho wieder???? Er meint wahrscheinlich den Raum, wo die
Theke drin war... ich glaub unser Plopsy wird noch n richtig hipper
Typ, der so nach nem coolen Dance-Event mal so richtig abgefahren
abchillen geht... Anm. Holm; und sich einen reinkifft und Pillen mit
Smileys schmeißt Anm. Micha) läuft auf voller Lautstärke
überflüssigster Black Metal! Wer kann sich da ausruhen? Der Brüller
war allerdings der Bootleg-Shirt-Mann, der für seine schlecht
nachgemachten Shirts 20$ haben wollte (das sind Importshirts aus
Europa!). Ich wusste nich ob ich lachen oder weinen sollte bei
soviel Dreistigkeit (für mich war der Brüller, dass ein weiterer
Merch-Mann neben Metalaufnähern auch Aufnäher von Skrewdriver
verkaufte Anm. Holm). Unser Gig um 16:45 war ganz ordentlich. Prändy
hatte mal wieder Probleme mit dem Bass oder dem Verstärker, aber
nach kurzer Unterbrechung war alles wieder in Ordnung und wir
konnten weiterzocken. Die Halle war gut gefüllt und auch wenn
eigentlich nicht wirklich viele abgegangen sind, schien es den
Leuten doch gefallen zu haben. Es hat auf jeden Fall keiner
fluchtartig die Halle verlassen, das ist doch auch mal was! Dann hab
ich mich total besoffen vor Freude und hinterm Merchstand
rumgegämmelt. Mit anderen Bands gucken war also nich mehr viel. Wir
haben erstaunlicherweise ganz schön viele Deutsche getroffen!
Erwähnenswert wäre da noch unser Merchandisegeschäft, was nicht
hätte besser laufen können. Wir kamen unseren Rückflugtickets also
nach und nach näher... Die Anderen haben in der Zeit das vom
Veranstalter gestellte Nobel-Hotel klargemacht und gegen 3 Uhr
Nachts waren wir dann knacken. Ach ja: Die Kanadier Mesrine haben es
tatsächlich geschafft sich von den Ami-Grenzern zurückschicken zu
lassen. Ich hatte mich so gefreut die mal kennen zu lernen (oooooohhhhhh...
nicht traurig sein Plopsy... Anm. Holm) und nu das! Waren wir wohl
doch nicht zu vorsichtig ohne Instrumente und in Zivil einzureisen…
5.Day 28.5.06
Maryland Deathfest – Baltimore
Leider hab ich Magrudergrind verpasst, die als zweite Band spielen
mussten. Laut Avi wars wohl ok, aber ich kann mir vorstellen, dass
kaum einer drinnen war. Arme Säue, das haben unsere Gastgeber echt
nicht verdient (mir kommen gleich die Tränen Anm. Holm). Die Jungs
von Yacöpsae sind auch endlich eingetrudelt, so war das Wiedersehen
nach fast 3 Jahren echt lustig. Holm und ich hatten Stoffel und Emu
mit Frau bei Mc Donalds getroffen, wo auch sonst in USA!!! Wir
hatten uns seit unserer gemeinsamen Tour mit Sylvester Staline nicht
mehr gesehen und da gab es natürlich erstmal gut was zu erzählen.
Holm und ich haben dann ne Münzwäscherei gesucht, was mit Hilfe der
Eingeborenen gar nich so schwer war. Im Laufe des Tages haben wir
uns trotzdem 100x in Baltimore verlaufen. Aber das Wetter war mit
38°C wirklich spitze und im Touri-Hafen hab ich mir einen gepflegten
Sonnenbrand abgeholt (das kommt davon, wenn man normalerweise den
lieben langen Tag entweder vor der Playstation oder pennend im Bett
verbringt Anm. Holm). Yacöpsae haben dann die Halle gerockt und
erwartungsgemäß nichts verlernt. Das neue Material ist mit mehr
Grooveparts versehen und lockert die Highspeed Attacken gekonnt auf.
Es is immer wieder eine Freude zuzusehen, wie die Jungs auf den
Punkt genau spielen und Stoffel sich in den Pausen von jeder
reingebrüllten Aussage völlig irritieren lässt, haha!! Dann haben
wir natürlich alle gut zusammen gefeiert (es gab wieder nur 2 Marken
pro Nase). Mich haben noch Sayyadina total umgehauen, von null auf
Fan!!! Ich wusste nur von nem Kumpel, dass das ein schwedisches
Starprojekt is und da ich so was nich mag (Sideprojekte), (eben hat
er noch irgendwas von einem Starprojekt gequasselt Anm. Holm) dachte
ich mir nix dabei (das ist nichts Neues Anm. Holm). Aber das war ja
der Hammer! Disfear waren natürlich auch nur eine Bank (da ist sie
wieder, diese seltsame Bank, von der er dauernd schwafelt!!!! Anm.
Holm), aber die lieb ich ja eh abgöttisch (das ist jetzt der
endgültige Beweis für seine Vorliebe für Männer...Anm. Holm).
UnholyGrave haben die Halle zum Kochen gebracht, war echt ne Freude
die Wahnsinnigen mal auf ner großen Bühne zu sehen. Wie immer keine
Ansagen, keine Pausen, einfach 45 min komprimierte Energie. Da
können sich andere Bands echt was von abgucken (mir inklusive)
(sowieso Anm. Holm). Als einzigste Band (soweit ich das mitbekommen
habe) mussten die sogar ne Zugabe spielen, auf Festivals mit sooo
nem engen Zeitplan ganz schön selten! Aber wirklich JEDER ist nach
dem Gig mit einem Grinsen aus der Halle gegangen, sowas hab ich noch
nie gesehen!!! (die warn ja auch alle bekifft oder besoffen oder
beides du hirnloser Zellhaufen!!!!!!Anm. Holm). Die meisten Bands
hatten das ganze Festival über einen scheiss Sound (das kann ich
nicht bejahen. Typischer Metalsound in großer Halle. Du Holzkopf
hättest dich vielleicht mal VOR die PA stellen sollen, nicht
dahinter!!! Anm. Holm), was sich erst am 2.Tag in der 2. Hälfte
besserte. Der Bass war an Tag 1 fast gar nicht existent (Honk???
Sehr wahrscheinlich war dein Gehör nebst Gehirn nicht existent. Anm.
Holm; wann war das denn auch schon mal der Fall hehe!?! Anm. Micha).
Eigentlich wollte ich ja unbedingt Dismember sehen, die Heroen
meiner Jugend (die liebt er sehr wahrscheinlich auch abgöttisch Anm.
Holm), aber ich hab keine Ahnung was da los war. Wahrscheinlich war
ich voll wie ne Haubitze, der Rest des Abends fehlt einfach, schade!
Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten die Drummer von
Disfear und Sayyadina vollzulabern. Sehr nette Jungs, ich hoffe ich
bin denen nicht zu sehr auf den Sack gegangen. (aber mit 100%iger
Sicherheit Anm. Holm; ohne Zweifel Anm. Micha)
6.Day 29.5.06
Baltimore – The Jerkstore w/Deseaver, Chainsaw in the Face, Spoonful
of Vicodin, xBrainiax, Splatterhouse, Catheter, Magr., S.D., Mind of
Asian, Yac., U.G.
Der Jerkstore war ein verlottertes Haus mit ner Art Garage hinten
dran, in der der Gig ausgetragen wurde. Ich kann immer noch nicht
verstehen, warum die ganzen Asselpunks ihre Hunde mit auf
Krachkonzerte schleppen müssen. Die armen Tiere können so einen Lärm
gar nicht ab! Also mit Tierliebe hat das echt nichts zu tun, fuck
them!!! Ich liebe echt Hunde (ich greif grad vollkommen verheult zu
Taschentuch Nr. 23 Anm. Holm), aber das ist nicht lustig oder egal
(genau! Die doofen, bösen Punker, die!!! Anm. Holm)!
Bei so vielen Bands gibt’s nur ne Kurzbeschreibung! Der Gig fing
auch sehr früh, so gegen 15.00 Uhr an.
Deseaver - Unsere Schrecklichen Feedback Monster aus Baltimore…
Chainsaw in the Face - Klang ganz gut
Spoonful of Vicodin - Waren Super!!!
xBrainiax - Cooles Chaos, kurze harte Noise Explosionen
Splatterhouse - Leider Verpasst!
Catheter - Kannte ich auch von Bloodshed, einfach nur Geil, bin
Fan!!!
Magr. - Alles weggebombt! Nach 5 min Gitarre in Arsch gepogt, mit
unserer weitergespielt. Yasu kriegt Kopf ins Gesicht, Lippe
geplatzt, aber nix ernstes. Micha fällt ein Becken Guillotine-mäßig
auf den Fuß, blutet wie sau, geht aber (geht aber??? Ich konnte 4
Tage lang meine Zehen nicht bewegen du Flachzange… Anm. Micha).
S.D. - SAUNA!!! Micha kann trotz Fuß spielen, Riesenspaß, bin aber
danach 20 Liter leichter (is mir gar nich aufgefallen. Anm. Holm)
Mind of Asian - Beinahe verpasst, klang aber sehr gut! Dass 4
Mädchen so’n Krach machen können… Respekt!!! (beste Band des Abends.
Anm. Holm)
Yac. - Geil wie immer, auch technische Probleme mit dem Bass.
U.G. - Weniger Leute, alle fertig(über 40°c,
100%Schweiss/Luftfeuchtigkeit) Aber die Leute die drin waren machten
riesig Party und Tak sprang rum als hätte man ihm einen
Kanonenschlag im Arsch gezündet.
Micha war der Star des Abends (genau, wer sonst hehe Anm. Micha).
Zwei ca 13- jährige Nachwuchsgroupies sind ihm den ganzen Tag nicht
mehr von der Seite gewichen, haben süße (ich glaub, ich muss göbeln...
Anm. Holm) Fotos mit ihm gemacht und wollten ständig Küsschen. Wir
haben die beiden auf Deutsch ständig veralbert, mit Sprache
verstehen war das ja bei den Beiden nix. Bei unserem Gig waren die
Kleinen dann in der ersten Reihe direkt vor mir und haben Micha
ständig angehimmelt (lauf bitte in die Faust rein Topsy Anm. Micha).
Ich bin der einen im Eifer des Gefechts mehrmals auf den Fuß
gelatscht (oooh) und ich glaube die waren von mir fetten Sau auch
ziemlich angeekelt (nee, nee Plopsy, das redest du dir ganz bestimmt
nur ein Anm. Holm), hahaha. Wir haben alle oben ohne gespielt, weil
das mit der Temperatur anders hätte tödlich enden können! Während
meine drei Mitmusiker körperlich ja ganz ansehnlich gebaut sind,
schaut’s bei mir doch eher nach Mastschwein aus, harharhar.
Irgendwann mussten die zwei Grazien jedenfalls ins Bettchen (ohne
Micha natürlich) und wir hatten endlich wieder unsere Ruhe (ich vor
allen Dingen! Anm. Micha).
In der Zwischenzeit hatten wir einen Pennplatz ausfindig gemacht!
Zwei Blocks weiter war ein Motel, das mit 65$ gar nicht so teuer
war. Nur sah es da auch aus wie in typischen Quentin
Tarantino-Filmen! Ich hab da echt nachgeguckt , ob unterm Bett ne
Leiche liegt! Spermaflecken und Blut auf den Laken, Spritzer an der
Decke (Hirnmasse oder Yoghurt?). Die ganze Nacht blökt ne
geisteskranke Prostituierte rum, nur die Kakerlaken haben gefehlt.
Aber wir hatten ein Bett und ne Dusche, mehr wollten wir nicht. Am
nächsten Morgen is die Bekloppte (die Nutte. Anm. Holm) immer noch
auf Freierfang (ich hab sie fast nackt gesehen, ICH BIN BLIND) (ich
hab das anders gesehen. ER HATTE EINEN MÄCHTIGEN STÄNDER!!!!! Anm.
Holm), und rennt rum wie auf Crack. Wahrscheinlich war sie das auch!
Nix wie weg!!! Im „Empfang“(hahahahaha) sitz ein alter Penner, der
so nach Pisse gestunken hat, dass ich fast ohnmächtig geworden bin!
Und schon wieder morgens so locker 25°c und strahlende Sonne!
7.Day 30.5.06
Philadelphia – First Unitarian Church w/ BSOM
Ja, es war eine echte Kirche. Chris informierte mich auf Anfrage
über diese seltsame Location. Die First Unitarian Church is ein Art
„Hippie Gemeinde“ die auf christlicher Basis für alle
Glaubensrichtungen da ist (Hippies UND Christen??? Kanns noch
schlinmer kommen????? Anm. Holm). Also, egal woran du glaubst, du
bist erstmal willkommen. Ein paar Verrückte kamen dann auf die Idee,
dass Gigs im Keller der Kirche ganz cool wären und so geht das wohl
schon ne Weile. Und es scheint auch zu klappen! Überall hingen
Hinweise, man soll doch bitte keine Tags und Aufkleber hinterlassen,
da sonst der Spaß vorbei sei. Witzigerweise war beim Aufbauen noch
ein Kindergarten anwesend (das war das Publikum, du Hirni!!! Anm.
Holm), wobei die Kids natürlich ganz schön komisch geguckt haben,
haha. Ich war der Meinung auch was von „Alkverbot“ gehört zu haben,
aber es hatte sich keiner getraut uns darauf anzusprechen. Soweit
kommt’s noch… Ich hab auf jeden fall nen Pappumschlag um meine Dose
gemacht, um guten Willen zu beweisen (du braver Junge, du. Anm.
Holm). Vielleicht hätte ich nicht unbedingt COKEaine draufmalen
sollen, hahaha!!! Der Laden war aufgebaut wie ne Schulaula, also
viiiiiel zu groß für uns und es waren zwar genug Kids für einen
kleinen Laden da, aber in so ner Halle verläuft sich das zu schnell.
In einem kleinen Hinterhofladen wäre das super gewesen aber so kam
einfach keine richtige Stimmung auf. Wir sind dann ca 3h und
gefühlte 1000 Meilen durch Philadelphia
gelatscht um ein Hotel zu finden. War auch erfolgreich! Da
Philadelphia
ne Messestadt wie Hannover oder Leipzig ist, kosteten die Zimmer ab
180$ aufwärts… Zurück zum Konzert: BSOM waren 5 junge Kerle, die
Midtempo-Krach mit Metaleinschlag gemacht haben. Hat mir live sehr
gut gefallen! Die CD, die mir der Gitarrist in die Hand gedrückt hat
war da schon schwächer. Aber die waren so Anfang 20, also wird das
noch was! Der eine Gitarrist saß im Rollstuhl, keine Ahnung ob nur
kurzzeitig oder ständig.
Magr. Waren wie immer saucool. Leider hab ich dann das halbe Konzert
verpasst, weil ich mit Marc (Ex-Magr Gitarrist) im Internet ein
Zimmer gesucht habe. Nachdem der arme Junge sich schließlich am
Handy 1 Stunde(!!!) lang mit der Hotlinedame gestritten hat (also
auch nich anders als bei uns, FUCK CALLCENTERS!!!) (genau Plopsy!!
Hau mal ordentlich uffn Tisch hier!!! Anm. Holm), hat er es
aufgegeben und uns zu sich eingeladen. Wie ich sagte: Das Wichtigste
war ein Bett für Holm, der Rest ist Scheißegal (genau!!! Anm. Holm).
Unser Gig war dann auch nich anders, braver Applaus aber sonst nich
viel los. Chris hatte den Tag Geburtstag, er wurde süße 20! Wir
haben ihn dann auf die Bühne gezerrt und als Geburtstagsgeschenk nur
für ihn auf Eigenwunsch „Karlsquell“ von Slime gespielt. Da kam dann
doch noch etwas Stimmung auf. Das Dystopia-Cover wurde ebenfalls
erwartungsgemäss abgefeiert. Yac. Hab ich dann wegen der
Telefonaktion voll verpasst und die 1. Hälfte von U.G. auch. Ich
konnte gerade noch ein paar Pic’s (er meint Fotos, keine Schweine
Anm. Holm) von U.G. schießen, dann war der Spuk auch schon wieder
vorbei.
Yacöpsae haben sich dann bei Marc zum Pennen mit einquartiert und so
haben wir dann die ganze Nacht durchgesoffen. Die Amis stehen alle
total auf Deutschtrash Marke Sodom und Destruction. Ja, wir hatten
Spaß!!!! Ein paar haben draußen auf der Veranda gepennt, incl.
Kakerlaken und morgens der Ansage von nem Nachbarn: „Na Jungs , dann
seid mal froh, dass ihr noch lebt!“. Es is halt nich alles eitel
Sonnenschein im Staate AmeriKKKa. Marc hat dann ein riesiges
Frühstuck zubereitet (DANKE dafür!!!) und kurz danach kamen schon
die Anderen um uns einzusammeln. Holms Rücken wurde immer schlimmer!
Ich hatte langsam echt Angst um die letzten Gigs (du sollst Angst um
mich haben, du herzloser Rüpel!!! Anm. Holm). Vor allem weil durch
das Gesaufe meine Stimme an dem Tag echt tot war. Ich konnte den
ganzen Tag nicht sprechen, was für viele wohl ne Erleichterung
gewesen sein muss…(wohl gesprochen Anm. Holm).
8. Day 31.5.06
Boston – Regeneration Records w/ Scapegoat
Wir hatten ca 8-9h Fahrt, was echt anstrengend war. Nen Stop bei
Relapse Rec. gab´s auch noch um umsonst ein paar Platten
abzugreifen... Nette Geste von den Jungs.
Was mir aufgefallen ist: Erstaunlich, wie viel die Japaner pennen
können! Im Auto jedenfalls sind alle 4 ständig am Sägen, ausnahmslos
die ganze Zeit über. Respekt!
Seltsam kam mir auch die amerikanische Arbeitseinstellung vor. Wir
waren in einem Schnellimbiss (die haben echt nix anderes da) und
wollten was essen. 2 Pizza, ein Taco und irgendwas noch
(wahrscheinlich deine zusätzlichen 28 Burger als Appetitanreger Anm.
Holm). Nicht die Welt. Aber der Typ brauchte echt ne ¾ h um den Mist
zu bauen, gähn…
Scapegoat erinnerten uns irgendwie an Crossed out und das war
natürlich gut! Mag. Waren wie immer gut, machen die auch mal n
schlechten Gig? S.D. Dafür war ich an dem Tag fertig und heiser wie
die Sau, sodass nach dem Gig sprichwörtlich Funkstille war. Kein Ton
mehr. Nüx! Na danke! Nie wieder Alkhol! Haha! Der Rest der Band hat
aber einen soliden Gig abgeliefert, so dass meine Stimme der einzige
Ausfall bleiben sollte. Die Bostoner HC Kids glänzten durch
rumstehen und nur ein paar Hanseln bewegten sich ein bisschen, naja.
Nur beim Dystopia Cover war dann wieder die ansonsten gewohnte
Euphorie zu spüren, das kennt da wirklich jeder. Yac. Hab ich dann
verpasst. U.G. ebenso verpasst.
Holms Rücken war nach wie vor im Arsch und so machten wir 2
Pflegefälle uns auf den Weg, um einen Pennplatz zu suchen. Diesmal
waren wir schlauer und fragten gleich ein paar Eingeborene und die
weisten uns tatsächlich den richtigen Weg. Nach ner halben Stunde
latschen trafen wir -original wie bei den Simpsons- ne Bullentaxe
beim Dunking Donuts. Wir rein und gleich mal die Cops vollgestottert,
wo man denn hier ein Hotelzimmer bekommt. Die waren tatsächlich
hilfsbereit, (obwohl die uns schon genau gemustert und schief
angeguckt haben, haha) so kamen wir schnell bei einem Hotel namens
„Days Inn“ an. Wir ran an die kleine Minitür und klingeln. 1 mal. 2
mal. 2500000 mal… Keine Reaktion. Da wollten wir schon die Scheibe
einschmeißen, als wir auf die Idee kamen um das Haus mal rumzugehen,
um zu gucken ob es da evtl. noch einen Eingang gäbe…(mal was ganz
neues! Und das ausnahmsweise ohne Krawall und Gepolter hehe… Anm.
Micha)
Und: Potzblitz, ein riesiger Eingang! War ja klar!!! 100 $ und der
Nobelpennplatz war gesichert. Kurz Prändy und Micha über Handy
informiert wo se lang müssen und gute Nacht!
Holm hat als Gute-Nacht-Lektüre noch die im Nachtschrank befindliche
Bibel zur Hälfte auswendig gelernt. Amen. (dafür komme ich auch als
einziger in den Himmel. HA! Anm. Holm)
9. Day 01.6.06
Providence, Redrum w/ I,Destroyer, Throwing Shrapnel
Avi hat sich am darauf folgenden Tag beim Einsammeln von uns Deppen
nur um 1,5h verspätet, neuer Minusrekord auf dieser Tour!
Gratulation! Auf dem Weg nach Providence haben wir dann noch beim
Plattenladen von einem Dropdead-Mitglied angehalten. Der Laden hat
durch ein paar kaufwütige Nasen wohl 1,6 Mrd. $ Umsatz gemacht, ich
und ein paar andere waren nur gelangweilt. Um die Ecke war dann auch
die Kochshow. ???
Ich wusste auch erst von nix. Yacöpsae sollten in irgendeiner
seltsamen, aber scheinbar für sie ganz, ganz wichtigen
Internetkochshow mit so ner Tussie „auftreten“. Als wir das Haus
dann betraten, war es mal wieder nur der übliche, verweste
Crust-Müllhaufen der sich dort aufhielt und Holm, Emu und ich sind
gleich wieder rückwärts raus. Um die Zeit totzuschlagen haben wir
uns ein paar Hektoliter Bier besorgt und den Auftrittsladen gesucht.
Der war auch nich weit weg und so hatten wir noch Zeit in einem
Ami-Steakrestaurant mal richtig „amerikanisch“ zu speisen. Die
Klimaanlage war auf 101% eingestellt, also gefühlte
-2°C. Das Bier war da schon besser und das Futter ging so. Baked
Beans in Biersauce sind ekelig, glaubt es mir!!! (dir beim „Essen“
zuzusehen ist weitaus ekeliger... Anm. Holm)
Der Laden in dem das Konzert stattfinden sollte so wie das Umfeld
waren da schon besser. Ne stillgelegte Industrieruine, ganz nach
meinem Geschmack! Allerdings wurde schon beim Rausgehen davor
gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit drinnen zu bleiben. Entweder
würde man (laut Warnung vom Dropdead-Schreihals) von den Bullen oder
von den in der Nähe hausenden Paki-Gangs auseinander genommen.
Als der Rest zu uns stieß, hatten Micha und Frank schon ganz gut
einen getankt (na aber selbstverständlich Anm. Micha), was zu
lustigen Späßen einlud. Throwing Shrapnel waren mittelschnell mit
Metalcoreeinschlag. Nich ganz so mein Ding! In meinem Koffer war
seltsamerweise ne CD von denen, ich weiß gar nicht wie die da
reinkam... Während der Umbaupause hätte Holm diese Tour fast mit dem
Leben bezahlt! Wie ich schon erwähnte, war das Haus ne alte Ruine.
Zur Belüftung war eine alte Tür offen, die ins nichts führte.
Dahinter ging es 2 Stockwerke tief in einen Betonschrotthaufen. In
dem Türrahmen war in Hüfthöhe ein Brett quer reingenagelt. Holm
prüft das Brett auf seine Festigkeit und befindet es für gut (zu
früh, wie sich in den nächsten Sekunden herausstellen sollte Anm.
Holm). Er lehnt sich dagegen. Der Türrahmen bricht komplett aus der
Fassung und der alte Mann (der „alte Mann“ ist immer noch jung und
fit genug, um dir ordentlich den Hintern zu versohlen! Anm. Holm)
kann sich gerade noch an meinem mit diversen Burgern gefülltem Wanst
festhalten. Ich schalte gerade noch (was äußerst selten vorkommt!!!
Anm. Holm) und reiße ihn wieder zurück in den Raum. Er rennt sofort
panisch weg und ward nich mehr gesehen (wie meinen???? Ich bin zur
Theke getaumelt, um den Schrecken mit ein paar Budweisern
runterzuspülen Anm. Holm). Ich hab erstmal die Unfallstelle mit
Klebeband abgesperrt (hast du vielleicht auch noch n Warndreieck
aufgestellt???? Anm. Holm) und den Leuten vom Haus Bescheid gesagt.
Danach bin ich zu Holm hin und frag ihn, wie es ihm geht. „Jaja,
ganz gut.“ Ich glaube, dieser unfreiwillige Fast-Selbstmord von Holm
ist uns erst einige Zeit später bewusst geworden; das war doch ganz
schön knapp…. Dann gings mit den Bands weiter. I,Destroyer waren
schon eher meine Kragenweite. Der Sänger von Dropdead gibt sich hier
die Ehre und die beiden Bands haben außer der Grundgeschwindigkeit
nichts gemeinsam. Interessant, ich fand die gut. Die Ansagen waren
-wie bei Dropdead auch- natürlich nur vom Feinsten. Der Mann weis
einfach wovon er spricht. Mag. haben uns ein würdiges
Abschieds-Konzert gegeben. Avi war wieder am rumspringen wie der
Gummiball aus der Hölle und tat viel daran der ganzen Tour noch mal
fürs dabei sein zu danken. Ich hatte echt Pippi in den Augen (jetzt
kommen Plopsy schon durch seine eigene Gerührtheit die Tränen.
Tststs... Anm. Holm) S.D. Was für ein Hammergig!!! Ich müsste jetzt
religiös werden, da ich meine Stimmwunderheilung nicht anders
nachvollziehen kann. Es war zwar den ganzen Tag heiß und feucht
-genau richtig für die Stimmbänder- aber das war mein (unser) bester
Gig. Stimmung war super, Zusammenspiel war top, es hat einfach alles
hingehauen!!! Die Kids waren vom ersten bis zum letzten Stück
vollkommen entfesselt. Stimmungsmäßig waren wir den Abend echt die
Sieger. Der Dropdead-Mann hat das ganze nur mit „fucking awesome,
guys“ kommentiert.
Leider haben Yacöpsae nicht so viel Glück gehabt. Der ein oder
andere Spielfehler hatte sich eingeschlichen und Emu machte seinem
Frust lautstark Luft (und das hat das Ganze in eine äusserst
gelungene Grind-Comedyshow ausarten lassen. SUPER!!! Anm. Holm).
Ausserdem war das Publikum reichlich ausgelaugt, was nicht zuletzt
an den hohen Backofentemperaturen in dem Laden liegen dürfte. U.G.
hab ich dann nicht mehr gesehen, weil wir früh ins Bett mussten! Um
7:00 Uhr war dann Aufstehen angesagt. Wir sind gleich los zu ner WG,
die der Dropdead-Sänger für uns aufgetan hatte. Auch leicht
chaotische Wohnverhältnisse, aber Betten und ne Dusche, alles klar.
Um 7 Uhr raus und Avi war sogar pünktlich!!!
Ab zum Flughafen. Joe der zweite Fahrer fährt wie ne besengte Sau.
Immer rauf aufs Gas, runter vom Gas. (erwähnenswert wäre noch, wie
der Wahnsinnige seinen verkrusteten Pinsel aus der Hose kramte, ihn
in eine leere Flasche einführte, und den Versuch unternahm während
der Fahrt zu pissen... Anm. Holm). Die Rückbank war auch lose, so
dass sich bald allgemeine Seekrankheit einstellte. Gurte gabs auch
nicht und wenn der Kollege bei 120 Meilen auf 10 cm auffährt wird
auch dem Härtesten (und einem Plopsy erst recht... Anm. Holm) ganz
anders. Aber wir sind heile und pünktlich zum Flughafen gekommen und
die Heimreise war eigentlich ereignislos. In Hannover dann
angekommen wurden Prändy, Micha und ich informiert, dass unser
Gepäck wohl in Paris geblieben sei!!! Hurra, meine ganzen Platten,
CDs und Shirts die ich eingekauft habe!!! ( jetzt, kurz vor Ende
unserer kleinen USA-Geschichte, muss ich noch mal anmerken, dass
unsere Lustig-Machereien über Plopsy und den Rest der Welt
keinesfalls bösartig oder abfällig gemeint sind. Unsere Dialoge im
Ü-Raum, in der Kneipe oder sonst wo laufen nämlich exakt genau so
ab!!! Dies ist nur der zu Papier gebrachte bandinterne Humor!!! Anm.
Holm)
Aber glücklicherweise wurden alle 3 Koffer unversehrt am selben
Abend nachgeliefert. Die Heimat hat uns wieder.
Alles in Allem war unser USA-Trip eine supergeile Sache für uns. Wir
hatten anfangs keine Vorstellung davon, wie viele Leute uns in den
USA kennen und unsere Texte mitgrölen konnten. Wir haben uns trotz
Daueraufeinanderhockens, teilweise miserablen Pennmöglichkeiten,
Dauerhitze bei ca. 35 Grad und halsbrecherischen Autofahrten nicht
die Schädel eingeschlagen, Unmengen amerikanischen Dosenbieres
vertilgt und ne ganze Menge Spaß gehabt. Wir sind bei sehr
gastfreundlichen Magrudergrindern plus diversen Kumpels bestens
aufgenommen worden. Wir haben neben unseren alten Bekannten Yacöpsae
mit vielen weiteren coolen Bands zusammen gespielt und in den
verschiedenen Läden einen Haufen durchgeknallter,
grindcorebegeisteter Kids kennen gelernt. Der Untergrund lebt! Und
Punk ist eindeutig NICHT tot. Auch in den USA nicht!!!
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